Intravitreale Injektionen - Behandlung der feuchten AMD

Die feuchte Makuladegeneration kann durch die Injektion von Medikamenten in das Auge behandelt werden (Intravitreale Injektionen). Dabei wird eine kleine Menge eines speziellen Wirkstoffs (Lucentis oder Eylea) direkt in den Glaskörperraum des Auges gespritzt. Diese Wirkstoffe sind ein Gegenmittel gegen das Wachstumshormon (VEGF), das die Bildung von krankhaften Blutgefässen verursacht. Durch die Wirkung des Medikaments kommt es zu einem Rückgang der Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut und zur Rückbildung der Gefässe. Da der Wirkstoff nur über wenige Wochen im Auge bleibt, muss diese Behandlung öfters wiederholt werden, im Durchschnitt fünf bis sieben Mal im ersten Jahr der Behandlung. Meist beginnt man mit drei Injektionen in Abständen von vier Wochen und kontrolliert in vier- bis sechswöchigen Abständen den Verlauf. Zeigen sich erneut Zeichen einer Erkrankungsaktivität, erfolgt eine weitere Behandlung. Obwohl viele Patienten über Jahren behandelt werden müssen, kann damit meist eine Stabilisierung und manchmal auch eine Verbesserung der Sehschärfe erreicht werden.

Ablauf der Injektion

Im folgenden wird kurz beschrieben, wie der Ablauf einer solchen Behandlung aussieht.
Im Makula-Zentrum Bahnhof Basel werden die Injektionen im OP-Saal unter sterilen Bedingungen durchgeführt.

WICHTIG: Sie dürfen direkt nach der Behandlung kein Fahrzeug lenken, da Sie aufgrund der pupillenerweiternden Tropfen einige Stunden lichtempfindlicher sein werden und/oder Ihre Sicht etwas getrübt ist. Wir empfehlen Ihnen deshalb in Begleitung zum Injektionstermin zu kommen.
In steriler Umgebung werden Ihnen pupillenerweiternde Augentropfen verabreicht welche die Augoberfläche auch unempfindlich machen und das Infektionsrisiko mindern.

Durch die betäubende Wirkung der Tropfen ist die folgende Behandlung kaum schmerzhaft.
Anschliessend wird rund um das Auge mit einem Wattebauch eine Jod-Lösung aufgetragen um die Umgebung für den Eingriff zu desinfizieren. Anschliessend wird Ihnen ein steriles Abdecktuch um Ihr Auge gelegt.
Nun wird der Lidsperrer angebracht, damit das Auge während des Eingriffs offen bleibt.

Anschliessend erhalten Sie weitere Jod-Augentropfen, welche während rund 90 Sekunden einwirken.

Ihr Arzt bittet Sie nun, zur Seite zu schauen. So kann er die gewünschte Stelle für die Injektion ermitteln.
Jetzt wird Ihnen die Injektion verabreicht. Es ist möglich, dass Sie bei diesem Schritt einen leichten Druck im Auge spüren. Das ist völlig normal und das unangenehme Gefühl verschwindet meistens kurz nach der Injektion.

Zur Vorbeugung einer Infektion erhalten Sie nun nochmals spezielle Augentropfen.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung empfehlen wir ihnen während 2 Tagen die Applikation befeuchtender Augentropfen. Falls notwendig, erfolgt eine Kontrolluntersuchung bei uns oder ihrem behandelnden Augenarzt. Nebenwirkungen treten bei dieser Therapie kaum auf. Harmlos und häufig sind kleine Blutungen an der Einsichtstelle. Die schwerste Nebenwirkung ist eine Infektion im Auge, die bei 0.1 Prozent der Behandlungen auftreten kann.

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